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MentorInnenausbildung

Modul 1 am 18.-19.11.2022: Vom Expertentum zur Begleitung neuer Kolleg:innen

Modul 2 am 27.-28.01.2023: Kompetenzen stärken bei Mentor:in und Mentee

Modul 3 am 17.-18.03.2023: Mentoring - Begleitung, Beratung und Beurteilung für neue Kolleg:innen

Modul 4 am 28.-29.04.2023: Praxis bildet – wie kann das gelingen?

Die Fragestellung

Die Waldorfschulen erleben seit Jahren einen großen Umbruch in ihren Kollegien. Viele erfahrene LehrerInnen gehen in Pension, viele neue Lehrkräfte kommen an die Schulen. Diese stehen vor großen Herausforderungen, oft müssen sie die Waldorfausbildung noch berufsbegleitend nachholen. Die Erfahrung zeigt, dass manche neuen KollegInnen in den ersten ein bis drei Jahren wieder weggehen. Liegt es auch daran, wie sie in den Schulen aufgenommen und begleitet werden?  

Für die Zukunft einer Waldorfschule ist es entscheidend, ob die Personalführung die Einarbeitung neuer Lehrerinnen und Lehrer gut gestaltet. Was wird dafür getan, dass sie sich gut einarbeiten können? Werden sie sozial getragen? Können sie ihre Lebensimpulse in die Schule einbringen? Wie werden sie wirklich WaldorflehrerInnen?

Ein wesentlicher Faktor ist die gute Begleitung durch qualifizierte MentorInnen. Wie können sie die Mentorierung so durchführen, dass die neuen Kolleginnen und Kollegen gut ankommen und sich verwurzeln können?

Die Mentoren-Ausbildung

Die Herausforderungen, die mit dieser Fragestellung verbunden sind, verlangen nach einer Professionalisierung der Mentorierung. Schon seit langem haben daher die Waldorfschulen in einigen deutschen Bundesländern Mentoren–Ausbildungen eingerichtet. Aufbauend auf deren Erfahrungen haben wir vor einiger Zeit auch in Österreich zwei Ausbildungskurse mit jeweils 4 Modulen durchgeführt. Daran wollen wir mit dem jetzigen Angebot anknüpfen.

Besonders empfehlenswert ist, dass von einer Schule mehrere KollegInnen an der Ausbildung teilnehmen. Denn die Erfahrung hat gezeigt, dass zusätzlich zur Professionalisierung des Mentorings das gemeinsame Lernen und Üben dazu beitragen kann, an der Schule die pädagogische Zusammenarbeit sowie die Qualität des sozialen Umgangs miteinander zu verbessern. 

Wer kann teilnehmen?

Lehrerinnen und Lehrer, die bereit sind, Zeit und Kraft für die Betreuung und Begleitung eines Mentee einzusetzen.

Lehrerinnen und Lehrer, die bereit sind, Verantwortung für einen Mentee zu übernehmen (weder Über- noch Unterverantwortlichkeit!).

Lehrerinnen und Lehrer, die bereit sind, das Mentoren–Mentee–Verhältnis als Lernfeld für beide anzusehen.

Lehrerinnen und Lehrer, die in ihrem Kollegium und in der Elternschaft sozial und pädagogisch akzeptiert sind.

Ablauf der Ausbildung

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Ausbildung besuchen im Laufe eines Schuljahres 4 Module. 

Sozialkünstlerische Übungen und viele praktische Übungen, v. a. zur Gesprächsführung, sind wesentlicher Teil der Ausbildung.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben einen Mentee oder wählen sich unter den anderen TeilnehmerInnen einen LernpartnerIn.

Sie dokumentieren ihre Arbeit mit dem Mentee bzw. der/dem LernpartnerIn in einem Portfolio, das sie zu den Treffen mitbringen. 

Sie zeigen in einem Abschlussgespräch mit ihrem Mentee bzw. ihrem/ihrer LernpartnerIn, dass sie die Ausbildung erfolgreich beenden. Eine andere Teilnehmerin/ein anderer Teilnehmer an der Ausbildung ist bei diesem Gespräch als Beobachter anwesend und fertigt ein Protokoll darüber an.

Abschluss mit einem Zertifikat des Zentrums für Kultur und Pädagogik