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Waldorfsommerakademie 2024: Lebendiges Lernen

Waldorfpädagogik ist eine lebendige Pädagogik! Eine Pädagogik, die dem Lebendigen Raum geben will, die Heranwachsenden Möglichkeiten einer lebendigen Begriffsbildung eröffnen möchte – und eine Pädagogik, die sich selbst immer wieder lebendig verändert. In diesem Sinne bietet die Waldorfsommerakademie 2024:

- Anregungen für die Gestaltung des nächsten Schuljahres für KlassenlehrerInnen
- Fachliche und methodische Impulse zur Gestaltung lebendigen Unterrichts in der Oberstufe
- Methodische und didaktische Anregungen zur inklusiven und heilpädagogischen Unterrichtsgestaltung
- Arbeitsgruppen zur Förderpädagogik und zur Hortpädagogik
- Stufenübergreifende Arbeitsgruppen zu methodischen und didaktischen Aspekten einer lebendigen Unterrichtsgestaltung
- Kunst- und Bewegungseinheiten
- Impulse für eine lebendige und zeitgemäße Waldorfpädagogik
- und vieles mehr...

Im Rahmen der Schuljahresvorbereitungsgruppen für KlassenlehrerInnen, HortnerInnen und FörderpädagogInnen wird es neben den Arbeitseinheiten zu Fragen der Methodik und Didaktik und zu den Lehrplaninhalten der jeweiligen Schulstufen auch Mal- und Sprachgestaltungseinheiten geben sowie Wahleinheiten, in deren Zentrum die Gestaltung inklusiven bzw. heilpädagogischen Unterrichts stehen wird. 

Fragen des lebendigen Unterrichtens werden auch im Mittelpunkt des Oberstufenforums stehen. Ausgehend von entsprechenden Impulsvorträgen wird beispielhaft anhand einzelner Fächer der 9. Klasse u.a. an den pädagogischen Perspektiven des methodischen Dreischrittes sowie der Bedeutung und den Möglichkeiten einer rhythmischen Unterrichtsgestaltung in der Oberstufe gearbeitet. Damit soll das Forum den TeilnehmerInnen heuer im Sinne einer impulsgebenden Oberstufen-Fortbildungsveranstaltung bewusst neue methodische und didaktische Anregungen geben, die im Plenum des Forums präsentiert und in Fachgruppen weiterentwickelt werden.

Das Thema einer lebendigen Waldorfpädagogik wird bei der Waldorfsommerakademie auch in stufenübergreifende Arbeitsgruppen und Vorträgen behandelt. Neben den gemeinsamen künstlerischen Workshops am Morgen (Chor, Sprachgestaltung und Eurythmie) wird es am Nachmittag auch Zeit und Raum zum gemeinsamen (Volks-)Tanzen, Spielen und (Bothmer-Gymnastik-)Üben geben. Jeden Morgen wird auch wieder die Möglichkeit einer gemeinsamen meditativen Arbeit bestehen.

Schuljahresvorbereitung für KlassenlehrerInnen

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: 11.00-12.30; 14:45-16:00; 17:45-19:00.

Freitag: 10:00-11:15; 11:30-12:45

1. Klasse

mit Sarah Jakob, Barbara Stein, Iris Kamm
Stundenplan
Syllabus

2. Klasse

mit Susanna Leiter-Gadenstätter, Barbara Stein, Iris Kamm
Stundenplan
Syllabus

3. Klasse

mit Martina Warecka, Barbara Stein, Iris Kamm
Stundenplan
Syllabus

4. Klasse

mit Klaus Pasedag, Barbara Stein, Iris Kamm
Stundenplan
Syllabus

5. Klasse

mit Julia Himmelbauer, Barbara Stein, Iris Kamm
Stundenplan
Syllabus

6. Klasse

mit Andrea Beyer, Frank Rothe, Günter Schlicker, Silvia Velik, Florian Wodlei, Michael Zech, Barbara Stein, Iris Kamm
Stundenplan
Syllabus

7. Klasse

mit Frank Rothe, Günter Schlicker, Silvia Velik, Florian Wodlei, Michael Zech, Barbara Stein, Iris Kamm
Stundenplan
Syllabus

8. Klasse

mit Frank Rothe, Günter Schlicker, Silvia Velik, Florian Wodlei, Michael Zech, Barbara Stein, Iris Kamm
Stundenplan
Syllabus

Vertiefung für PädagogInnen in der Heilpädagogik, Inklusion und mit stark heterogener Klassenzusammensetzung:

Im Rahmen der Schuljahresvorbereitung für KlassenlehrerInnen besteht die Möglichkeit, zwei Einheiten zur Arbeit in heilpädagogischen bzw. inklusiven Klassen zu besuchen. Dies ersetzt die Teilnahme an zwei Einheiten der „regulären“ Klassenvorbereitung.

Inklusion 1.+2. Klasse

mit Ute Maria Beese
Syllabus

Inklusion 3.+4. Klasse

mit Ute Maria Beese
Syllabus

Inklusion 5.+6. Klasse

mit Angelika Heimann
Syllabus

Inklusion 7.+8. Klasse

mit Angelika Heimann
Syllabus

Oberstufenforum

Dienstag und Donnerstag: 11.00-12.30; 14:45-16:00; 17:45-19:00;

Mittwoch: 11.00-12.30; 14:45-16:00; 17:45-19:00; 19:30-20:45;

Freitag: 10:00-11:15; 11:30-12:45

„Die Transformation von der Kindheit zur Jugend“

Das Oberstufenforum wird von Michael Zech (Alanus Hochschule und Lehrerseminar Kassel) am Dienstagvormittag mit einem Impulsvortrag über die „Transformation von der Kindheit zur Jugend“ eröffnet. Darin werden die den Waldorflehrplan menschenkundlich begründenden Entwicklungsprozesse differenziert. Vor allem die Identifizierung der pädagogisch zu unterstützenden Entwicklungsaufgaben steht hier im Fokus. Der Vortrag wird damit die Grundlage der weiteren Arbeit an der diesjährigen Schwerpunktklasse, der 9. Klasse, legen. Welche didaktischen und methodischen Konsequenzen sich aus der besonderen Entwicklungssituation der 9. KlässlerInnen ableiten lassen, wie ein altersadäquater Unterricht konkret aussehen kann, daran wird am Nachmittag in Fachgruppen weitergearbeitet. 

Impulsvorträge und Arbeit in Fachgruppen

Geplant sind derzeit folgende Fachgruppen: „Naturwissenschaften und Mathematik“, „Kultur- und Sozialwissenschaften“, „Fremdsprachen“ und „Kunst und Handwerk“. Abhängig von den Anmeldungen zum Oberstufenforum können diese Fachgruppen eventuell noch weiter nach Unterrichtsfächern differenziert werden. Ausgangspunkte der Arbeit in den Fachgruppen werden jeweils Impulsvorträge im Plenum des Oberstufenforums sein.

Der methodische Dreischritt

Am Mittwochvormittag wird Florian Wodlei (Waldorfschule Klagenfurt) in einem Impulsvortrag die Bedeutung und die pädagogischen Möglichkeiten des methodischen Dreischrittes im Hinblick auf die Frage skizzieren, wie Unterricht so gestaltet werden kann, dass in den SchülerInnen etwas neues entstehen kann. Mit Sicherheit können wir wohl behaupten, dass dies nicht mit einem Unterricht, in dem bereits Fertiges präsentiert wird, gelingen kann. Aber was bedeutet es seinen Unterricht lebendig zu gestalten? Wie können wir unseren Kindern etwas fürs Leben mitgeben? Wie gelingt ein Unterricht in dem das Kind sich mit dem Unterrichteten verbinden kann? Auf diese und weitere Fragen soll dabei Bezug genommen werden und gleichzeitig gezeigt werden, wie es anhand des methodischen Dreischrittes gelingen kann Unterricht so zu gestalten, dass im Kind die Begriffe aus ihm selbst heraus entstehen und nicht von ihm vorgefertigte Begriffe der LehrerInnen übernommen werden. All dies soll lebendig anhand von praktischen Beispielen aus dem (naturwissenschaftlichen) Unterricht veranschaulicht werden. Die Umsetzung des Dreischrittes in einzelnen Fächern im Rahmen der 9. Klasse wird dann am Nachmittag in den Fachgruppen bearbeitet.

"Kunst macht beweglich"

Der Donnerstag wird im Zeichen der rhythmische Unterrichtsgestaltung und der Arbeit mit Kunstwerken im Oberstufenunterricht stehen. Eingeleitet wird diese Arbeit von einem von Silvia Velik (Waldorfschule Klagenfurt) und Jerome Menges (Waldorfschule Karl Schubert Graz und Sonnenlandschule Eisenstadt) gemeinsam gestalteten Impulsvortrag: Um die Natur des Willens zu stärken, braucht es Elemente der Erziehungskunst, die den werdenden Menschen mobilisieren, beleben und so erreichen, dass er im Anschluss mit Freude lernen kann. Mit freien Assoziations- und Sprechübungen, Bewegungselementen und Aktivitäten aus der Theaterpädagogik werden verschiedene Tätigkeiten gemeinsam ausgeführt, die als weiterführende Impulse für den Beginn des Unterrichts gemeinsam bewegen und diesen lebendig machen. Kunstwerke hingegen garantieren nicht nur ein ästhetisches Erlebnis; sie sind zugleich ein Spiegel, der das Wesentliche vergrößert, ein Tor, das uns durch Raum und Zeit in verschiedene Lebenswelten führt, sowie der direkte Ausdruck einer individuellen Erfahrung, die oft ein unmittelbareres und umfassenderes Begreifen vieler Themen ermöglicht als ein langer Vortrag. Die Betrachtung von Werken aus allen Disziplinen der Kunst (Musik, Literatur, Malerei, Architektur…) stellt somit eines der wertvollsten Instrumente dar, die WaldorfpädagogInnen zur Verfügung stehen, um einerseits das Interesse ihrer SchülerInnen für die Inhalte des Unterrichts zu wecken (Einstieg), aber auch um sie seelisch-emotional mit diesen zu verbinden und ihnen ein tiefes und nachhaltiges Verständnis der behandelten Themen zu ermöglichen.

„Wir müssen Kunst lehren im Zeichnen und so weiter, wir müssen Seelisches lehren im Rechnen, und wir müssen auf künstlerische Art Konventionelles lehren im Lesen und Schreiben: wir müssen den ganzen Unterricht durchdringen mit einem künstlerischen Element. Daher werden wir von Anfang an einen großen Wert darauf zu legen haben, daß wir das Künstlerische im Kinde pflegen. Das Künstlerische wirkt ja ganz besonders auf die Willensnatur des Menschen.“ (Rudolf Steiner, 21.8.1919, GA 294, S. 10.)

Auch am Thema dieses Impulsbeitrages wird anschließend in den Fachgruppen im Hinblick auf den Unterricht in der 9. Klasse weiter gearbeitet. 

Tutorenschaft, Eigenverantwortliches Lernen, KI,...

Im Mittelpunkt der Abendeinheiten des Oberstufenforums, jeweils von 17:30-18:30 Uhr, werden Themen und Fragen stehen, die auch – aber keineswegs nur – im Hinblick auf die 9. Klasse relevant sind: die Entwicklung und Ausgestaltung der Tutorenschaft, die Gestaltung eines Unterrichts, der die Welt in die Schule bzw. die Schule in die Welt führt und wie in der Schule auf die aktuellen Entwicklungen im Bereich KI reagiert werden kann, vor welche neuen didaktischen und methodischen Herausforderungen ChatGPT, u.a. LehrerInnen verstärkt stellen. Ramón Reichert (RSS Wien-Mauer) wird dabei am Mittwochnachmittag und -abend die gemeinsame Arbeit am Thema "Lernumgebung 'Künstliche Intelligenz'" leiten.

Impulse und Zukunftsperspektiven

Am letzten Tag der Veranstaltung sollen dann die durch die Impulsvorträge angeregten und durch die Arbeit in den Fachgruppen und im Plenum weiterentwickelten methodischen und didaktischen Ansätze eines lebendigen Unterrichtens und Lernens zusammengefasst und gemeinsam Zukunftsperspektiven der Arbeit in den Oberstufen formuliert werden. 

Stundenplan: Oberstufenforum 2024

Schuljahresvorbereitung für HortpädagogInnen

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: 11.00-12.30; 14:45-16:00; 17:45-19:00

Freitag: 10:00-11:15; 11:30-12:45

Im Bereich "Waldorfpädagogik am Nachmittag" sind die Bedürfnisse an eine Vorbereitungswoche sehr breit gestreut, abhängig zum einen von den Gegebenheiten vor Ort (rechtliche Situation, räumliche Situation, Anzahl und Alter der Kinder, …), zum anderen vom Ausbildungsgrad der dort Arbeitenden.

Um sehr genau auf die Wünsche eingehen zu können, wäre es wichtig, dass alle Interessierten kurz schreiben (an: zentrum@kulturundpaedagogik.at), was genau sie bräuchten, was ihnen wichtig ist. Daraus wird ein Stundenplan zusammengestellt.

Je eine Einheit wird auf jeden Fall den Themen Aggression, Wahrnehmung des Kindes und sinnvolle Jahresvorbereitung gewidmet.

Schuljahresvorbereitung für FörderpädagogInnen

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: 11.00-12.30; 14:45-16:00; 17:45-19:00

Freitag: 10:00-11:15; 11:30-12:45

Im Fokus dieser Fortbildung stehen Kinder, die langsam, trödelnd, träumend, desorganisiert, impulsiv, schnell überdreht und frustriert sind. Wir wollen uns auf Basis der von Rudolf Steiner veranlagten anthroposoposchen Menschenkunde den Auffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen wie mangelnder Impulskontrolle, Zappeligkeit, Ungeduld, störendem Verhalten, Empfindlichkeit, ... was auch unter dem Überbegriff ADS/ADHS zusammengefasst wird, widmen.

Angelika Heimann, Klassenlehrerin, Therapeutin, Sozialpädagogin, Beraterin und Referentin führt in das Thema ein. Zusammen mit Ute-Maria Beese, Förderpädagogin, anthroposophische Lerntherapeutin, Heilpädagogin, werden die Herausforderungen im Umgang mit betroffenen Kindern besprochen.

Stundenplan
Syllabus

Morgenmeditation

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag: 8:00-8:45

Meditation

mit Wolfgang Tomaschitz

Kunst am Morgen

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag: 9:00-9:45

Sprachchor

mit Iris Kamm

Eurythmie

mit Welmoed Kollewijn

Chor

mit Birgit Metzger

Plenarvorträge

Montag: 19:30:20:45; Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: 10:00-10:45

Michael Zech: Kulturgeschichte an der Waldorfschule - eine Kritik

Dem Geschichtsunterricht der Waldorfschule liegt ein von den Ideen Steiners geprägter kultur- und menschheitsgeschichtlicher Ansatz zugrunde. Er wirkt vor allem im Geschichtsunterricht der Klassenlehrer*innen nach, bedarf aber wegen eines gewandelten Kulturverständnisses, neuer historischer Erkenntnisse sowie eines auf Diversität und globaler Anschlussfähigkeit ausgerichteten diversen Kulturverständnisses einer Überarbeitung. Diese soll Steiners Idee der Bewusstseinsentwicklung beibehalten, ohne deren überholte Erzählungen weiter zu tradieren. Für den Oberstufenunterricht gilt es die kolonialen Prägungen der Geschichte zu erkennen und zu überwinden. Insofern richtet sich der Vortrag an alle WaldorfLehrer*innen.

Tobias Richter: Vom Rhythmus des Lernens und Rhythmus des Lehrplans

Allem Lebendigen ist Rhythmus inhärent, so auch dem lebendigen Unterricht. Er sucht das Leben und wendet sich an dessen Zeit. Soll etwas im Unterricht lebendig werden, gilt es, dessen Rhythmus zu suchen und diesen mit dem individuellen Entwicklungsrhythmus des jungen Menschen ins Gespräch zu bringen. Der Waldorflehrplan kann solche Gespräche anregen. Lernen heißt: ein gutes Gespräch zu führen – und die Pausen darin wertzuschätzen. Dazu gehören das Schlafen wie auch das Vergessen, die dem Neuen Bahn bereiten. Und dem Neuen wollen wir begegnen.  

Renate Sprügl: Mit Leib und Seele lernen

Lebendiges Lernen bedeutet, dem gesamten Menschen die passenden Rahmenbedingungen für seine individuelle Entwicklung zu geben. Die physischen Lebensprozesse bei der Gestaltung von Schule und Unterricht wahrzunehmen und zu berücksichtigen gehört mit dazu, denn sie bilden die Grundlage für die seelisch-geistige Weiterentwicklung der Kinder. Gedanken und praktische Beispiele zum lebensvollen Lernen mögen für alle Zuhörenden Anregung sein.

Leonhard Weiss: „Es gibt keine Arbeit. Es gibt gemeinschaftliche Aufgaben.“ Ziele einer lebendigen Pädagogik

Die aktuellen Entwicklungen im Bereich „Künstlicher Intelligenz“ verändern auch unsere Arbeitswelt. Wie viele Menschen in Zukunft noch wie viel arbeiten „müssen“ – darüber wird auch innerhalb der Wirtschafts- und Sozialforschung diskutiert. Doch was bedeutet dies für Schulen, die „Arbeitsschulen“ (R. Steiner) sein wollen? Welches Verständnis von „Arbeit“, von „Aufgabe“, von „Sinn“ wollen wir mit einer lebendigen Pädagogik vermitteln? 

Bewegung am Nachmittag

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: 13:45-14:30

Bewegung und Spiele

mit Christina Bauer

Bothmer

mit Denes Dubann

Tanzen

mit Sabine Trierenberg 

Stufenübergreifende Arbeitsgruppen

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: 16:15-17:30

Hinweis: Die TeilnehmerInnenzahl einzelner Arbeitsgruppen ist beschränkt. Die Zuteilung zu den Arbeitsgruppen erfolgt nach Einlangen der Anmeldungen.

Sprachgestaltung: vertieftes Üben

mit Iris Kamm 
In der Arbeitsgruppe ist es möglich, vertiefend sprachgestalterisch zu arbeiten. Themenwünsche werden gerne vorab entgegengenommen.

Atmender Unterricht

mit Claudia Hotzy
Wie kann mein Unterricht alle Beteiligten ins Mitschwingen versetzen und zum aufmerksamen Tun hinführen? Rhythmisch gestalteter Unterricht und das Vermitteln eines wertschätzenden Miteinanders - zwei wesentliche Bausteine eines „atmenden“ Unterrichts - sollen in den drei Nachmittagskursen näher betrachtet und erprobt werden.

Perspektivwechsel: Elternzusammenarbeit und Elterngespräche

mit Ute Maria Beese

Eltern sind, wie Rudolf Steiner sagt, auf „natürliche“ Weise mit dem Schicksal ihrer Kinder verbunden. Die LehrerInnen nicht weniger, allerdings nicht durch Abstammung (Elternschaft). In der Arbeitsgruppe verständigen wir uns über die Grundsätze der Zusammenarbeit von Eltern und LehrerInnen, wagen Perspektivwechsel und wollen das Rollenverständnis überdenken.

Bildung im Schulalltag - wenn die Luft aus dem Unterricht raus ist - wie kann ich mir helfen?

die Arbeitsgruppe ist ausgebucht - es sind keine weiteren Anmeldungen möglich.

mit Angelika Heimann 
Alles top vorbereitet, Waldorf - Literatur und dazugehörige Unterrichtsanregungen eingearbeitet, aber 90 Minuten sind lang und es bleibt ein Gefühl von Unzulänglichkeit. Die Epochenhefte sind durchwachsen, ein Teil der Kinder sitzt gelangweilt im Unterricht, ein Teil stört, ein großer Teil arbeitet, innerlich abwesend, aus Gewohnheit mehr beschäftigt als erreicht mit. Nach einer Einführung zum Verstehen der Wirkung von „langweiligem Unterricht“ als Gift für unsere Kinder aus der Sicht der Anthroposophie und der kindlichen Entwicklung, geht es an Hand von praktischen Beispielen zum Schulalltag über und zu den Fragen: Worauf kommt es im Schulalltag wirklich an, damit ein Kind „gebildet“ sein kann? Wie festige ich den Unterrichtsstoff, ohne dass die Langeweile Fuß fast? Wie gelingt eine tägliche Unterrichtsgestaltung, ohne Lehrer oder Schüler zu über- oder unterfordern? Wie erreiche ich möglichst viele Kinder im Unterrichtsalltag? Ein Unterricht zwischen Aufnehmen und Verarbeiten - wie gestalte ich dies effektiv? In der Arbeitsgruppe geht es um die Übertragung des Wissens aus der allgemeinen Menschenkunde in den täglichen Schulalltag. Fragerunde, Vortrag, Situationsbeispiele aus dem Unterrichtsalltag, Gespräch.

Phänomenologischer Unterricht und Goetheanismus

mit Ernst Rose und Michael Stransky 
Im Rahmen der Arbeitsgruppe soll der methodische Zugang phänomenologischen Unterrichtens anhand praktischer Phänomene/Versuche exemplarisch dargestellt werden.

Aufnehmen – Verinnerlichen und Verwandeln – Ausdrücken

mit Welmoed Kollewijn

Es wird eine Methode für die Erarbeitung von Unterrichtsprojekten vorgestellt mit der lebendiges Arbeiten an einem Thema stattfindet. Wir gestalten Prozesse, in welchen die Kinder und Jugendlichen Inhalte aufnehmen, verinnerlichen und verwandeln können. Im Fokus steht das Anregen der Eigenaktivität sowohl im individuellen Arbeiten als auch in Kooperation mit Anderen. Ziel ist es, dass die Schüler*innen ein selbstmotiviertes Anliegen entwickeln können, um ihre Erkenntnisse in eigener Form zum Ausdruck zu bringen. Anhand von eurythmischen Übungen, kommen wir ins Erleben von Metamorphose Prinzipien und wird Leichtigkeit und Kreativität angeregt. Als Beispiel für ein Unterrichtsprojekt arbeiten wir zum Thema Kinder- und Menschenrechte, dass wir je nach Teilnehmer*innen an unterschiedliche Klassenstufen anpassen können. 

Malwerkstatt

mit Barbara Stein
Weitere Infos folgen.

Sexualpädagogik – Sexuelle Bildung in der Unterstufe/ Mittelstufe/ Oberstufe

mit Matthias Florian, Enya Waterhölter
Sexualpädagogik sollte von der Elementarstufe bis zur Oberstufe altersgerecht stattfinden. Es ist erwiesen, dass Aufklärung im Sinne von sexueller Bildung die Beste Vorkehrung gegen sexuellen Missbrauch und ungewollte Schwangerschaft ist. Mit dem Thema Pornographie kommen ohne das Wissen von Eltern und Lehrpersonen immer jüngere Kinder in Berührung. Pädagogische Workshops sollten auch bei diesem Thema aufklären. In der Arbeitsgruppe geht es um Theorie und Praxis im Bereich sexuelle Bildung. Wir lernen interessante Tools um das Thema Sexualität altersgerecht zu bearbeiten.

Schwarz - Weiß - Zeichnen aus Finsternis und Licht? Künstlerische Anregungen für die 9.Klasse.

mit Johannes Van der Bijl 
Weitere Infos folgen.

„Medienpädagogik praktisch und analog“: selbst tätig sein, aktiv gestalten, durchblicken: Wie funktioniert das?

mit Heidemarie Vogt
Praktische Medienpädagogik für die Grundschule: anhand von kreativen Projekten wollen wir die Grundprinzipen der technisch-medialen Welt verstehen. Wie entstehen bewegte Bilder? Wir fotografieren mit Sonnenlicht, erarbeiten uns die Grundprinzipien der Vervielfältigung, begreifen den Buchdruck im Kleinen. Wir basteln Spiele, die auf binären Suchalgorithmen basieren und Gegenstände, die zum Verschlüsseln von Botschaften dienen. Mithilfe der Binären Murmeladdiermaschine können die Grundlagen des Binärsystems sinnlich erfasst werden. Theoretische Einblicke zur Medienbildung, Medienmündigkeit und Suchtprävention sollen zum Weiterarbeiten an der Thematik anregen.

Mitwirkende

  • Christina Bauer (Spiele und Bewegung),
  • Dr. Ute-Maria Beese-Wedepohl (Inklusionspädagogik, Förderpädagogik),
  • Dr. Andrea Beyer (Schuljahresvorbereitung Mittelstufe),
  • Denes Dubánn (Bothmer-Gymnastik),
  • Matthias Florian (Sexualpädagogik),
  • Angelika Heimann (Inklusionspädagogik, Förderpädagogik),
  • Julia Himmelbauer, BA (Schuljahresvorbereitung 5. Klasse),
  • Claudia Hotzy (Unterrichtsmethodik und Kommunikation), 
  • Sarah Jakob (Schuljahresvorbereitung 1. Klasse),
  • Iris Kamm (Sprachchor, Sprachgestaltung),
  • Welmoed Kollewijn, BA (Eurythmie),
  • Andrea Lehmann (Förderpädagogik),
  • Susanna Leiter-Gadenstätter (Schuljahresvorbereitung 2. Klasse),
  • Jerome Menges (Oberstufenforum),
  • Birgit Metzger (Chor),
  • Klaus Pasedag (Schuljahresvorbereitung 4. Klasse),
  • Dr. Ramón Reichert (Oberstufenforum),
  • Konstanze Reiner-Friedl (Förderpädagogik),
  • Tobias Richter (Vortrag),
  • Ada Rogalla (Hortpädagogik),
  • Dr. Ernst Rose (Phänomenologischer Unterricht),
  • Frank Rothe, MA (Schuljahresvorbereitung Mittelstufe),
  • Günther Schlicker (Schuljahresvorbereitung Mittelstufe),
  • Mag. Renate Sprügl (Vortrag),
  • Hermann Steier (Oberstufenforum),
  • Barbara Stein (Malen),
  • Michael Stransky (Phänomenologischer Unterricht),
  • Mag. Wolfgang Tomaschitz (Meditation),
  • Heidrun Trenkler (Oberstufenforum),
  • Mag. Sabine Trierenberg, MA (Tanz),
  • Silvia Velik (Schuljahresvorbereitung Mittelstufe, Oberstufenforum),
  • Mag. Heidemarie Vogt, MA (Förderpädagogik, Medienpädagogik),
  • Prof. Dr. Leonhard Weiss (Vortrag, Oberstufenforum),
  • Martina Warecka (Schuljahresvorbereitung 3. Klasse),
  • Enya Waterhölter (Sexualpädagogik),
  • Dr. Florian Wodlei (Oberstufenforum, Schuljahresvorbereitung Mittelstufe),
  • Prof. Dr. Michael Zech (Vortrag, Oberstufenforum, Schuljahresvorbereitung Mittelstufe)

Buchhandlung

In Zusammenarbeit mit der "Buchhandlung zum Gläsernen Dachl" findet im Rahmen der Sommerakademie wieder ein Verkauf ausgewählter waldorfpädagogischer Literatur statt.

Unterkunft und Verpflegung

Verpflegung:             
Mittag- und Abendessen werden angeboten. Wir bitten um Verständnis dafür, dass es aus organisatorischen Gründen nicht möglich ist, die Verpflegung nur für ausgewählte Tage zu bestellen.
Kosten: Mittagessen: 10€; Abendessen: 7€; Mittag- und Abendessen: 16€.

Unterkunft:
Das Zentrum hat für TeilnehmerInnen der Veranstaltungen folgende Übernachtungsmöglichkeiten vorreserviert:

Hotel Ibis Styles Wien City 3*
Döblinger Hauptstraße 2, 1190 Wien
www.ibisstyleswien.com
+43 1 90 377
Buchung unter: reservierung@ibisstyleswien.com 
Reservierungscode „Kultur und Pädagogik“
Einzelzimmer: EUR 99.- pro Zimmer und Nacht inklusive Frühstück
Doppelzimmer: EUR 119.- pro Zimmer und Nacht inklusive Frühstück
Aus dem Rahmenkontingent können Zimmer bis spätestens zum 24. Mai 2024 gebucht werden.

Do Step Inn, Hostel
Felberstraße 20
1150 Wien
www.dostepinn.com
+43 676 357 86 92
Buchung unter: reservierung@dostepin.at
Reservierungscode „Kultur und Pädagogik“
Einzelzimmer EUR 59.- pro Zimmer und Nacht
Doppelbettzimmer EUR 69.- pro Zimmer und Nacht
Zweibettzimmer EUR 69.- pro Zimmer und Nacht
Frühstück optional buchbar: EUR 9,60 pro Person pro Tag
Aus dem Rahmenkontingent können Zimmer bis spätestens zum 7. Juni 2024 gebucht werden.